Historie
Im Jahr 2026 gibt es Baelz seit 130 Jahren! Auf dieser Webseite möchten wir Elemente aus dieser langen Geschichte sammeln: Große Schritte und kleine Geschichten, Fundsachen aus dem Baelz-Archiv, viel Technik, aber auch manch Persönliches.
Die Grundsätze, die Baelz schon immer ausgemacht haben, werden auch in Zukunft bestehen: Innovativ. Nachhaltig. Familiär!
1896
Gründer Wilhelm Bälz. Wie sein Vater wurde auch Wilhelm Bälz (1863 - 1945) Kupferschmiedemeister. Bald erkannte er, dass die im Aufschwung befindliche Industrie Bedarf hat an Lösungen für Wärmetechnik. Aus Bietigheim stammend, gründet er in Düren bei Köln die W. Bälz & Cie. Er plant und baut Dampf- und Kondensatanlagen und entwickelt schon damals Verfahren zur Abdampfverwertung. Von Düren aus beliefert Wilhelm Bälz die ganze Industrie in Deutschland.
1914
Zurück in die alte Heimat: Heilbronn. Schon damals eine aktive Kommune bietet Heilbronn dem Dampf-Fachmann Wilhelm Bälz die Ansiedelung auf ehemaligem Weideland am Neckar an. Es entsteht ein neues Industriegebiet, Bälz kauft in der Koepffstraße 5 ein Grundstück und gründet die W. Bälz & Sohn GmbH & Co. – auf diesem Foto von 1923 unten rechts. Er betreibt zusätzlich zu Handel und Anlagenplanung sowie -ausführung eine „Beratungsstelle für Wärmeverwertung“, ist also schon damals aktiv für Nachhaltigkeit.
1930
Rechnung per Postkarte. Wilhelm Bälz ist Partner der vielen Unternehmen im Heilbronner Industriegebiet. Abgerechnet wird per Postkarte, auf der sogar noch Platz ist für einen Werbeaufkleber: „Haben Sie defekte Manometer?“. Angeboten wird das „Fabrikat Schäffer & Budenberg, Magdeburg“. Nicht ohne Grund: Dort ist der Sohn Helmut Bälz (1910 - 1994) in der technischen Ausbildung. Übrigens ist bis heute ein Ableger dieser Firma der Baelz-Partner in den Niederlanden.
1940
Gründersohn Helmut Bälz. Gerade 30 Jahre alt geworden, schreibt Helmut Bälz, jüngster Sohn von Wilhelm Bälz, am 12.7.1940 auf seiner ‚hermes baby‘ eine Auftragsbestätigung an Firma L. Brüggemann KG, Alkoholfabrik, ebenfalls bis heute im Industriegebiet Heilbronn ansässig. Helmut Bälz ist in den 1930er Jahren nach Lehrjahren außerhalb in das Unternehmen eingetreten und lernt von seinem Vater, sowohl kaufmännisch als auch technisch.
1945
Stunde Null und eine Urkunde. Der verbrecherische Zweite Weltkrieg hat auch das Unternehmen Baelz unmittelbar im Griff: Beim verheerenden Luftangriff auf Heilbronn am 4.12.1944 werden auch die Firmengebäude der W. Bälz & Sohn total zerstört. Kurz vor Kriegsende wird Helmut Bälz eingezogen und gerät in amerikanische Gefangenschaft. Am 24.12.1945, kurz vor seiner Entlassung aus der Kriegsgefangenschaft, erhält er eine Urkunde als „Anerkennung für besondere Leistung in Heizungsbau“ – er hatte die amerikanischen Streitkräfte erfolgreich bei der Beheizung der Unterkünfte beraten.
1952
Das erste eigene Baelz-Produkt. Helmut Bälz erkennt die Bedürfnisse der Nachkriegs-Industrie nach Automation und gleichmäßiger Produktgüte und entwickelt den Stabausdehnungs-Thermostat. Er will aber weiter nah am Kunden bleiben, Lösungen bieten und nicht selbst herstellen. In Christian Bürkert aus Ingelfingen findet er einen Partner für die Produktion. Damit legt Helmut Bälz den Grundstein für das, was heute ‚verlängerte Werkbank‘ heißt.
1956
Bedarfsgerecht heizen. Entweder zu heiß oder zu kalt: Heizungstechnik in den 1950er Jahren funktioniert nach dem Prinzip „ganz oder gar nicht“: Diese Verschwendung stört Helmut Bälz und er erfindet den weltweit ersten außentemperaturabhängigen Heizungsregler Wetterpilot, bald auch mit Nachtabsenkung. Viele weitere Neuentwicklungen in der Regeltechnik folgen, ebenso für industrielle Regler. Auch hier entsteht eine langjährige Partnerschaft in der Herstellung: Firma Hoerner in Eberstadt baut die Geräte, die europaweit in Einsatz gehen.
1960
Fernwärme fürs Badewasser: Eine der ersten von heute tausenden Anlagen: Im neu errichteten Südbad Dortmund werden Baelz-Wärmeübertrager mit Regelung nach Baelz-thermodynamic® eingebaut. Materialschonende Betriebsweise und höchste Qualität sorgen für jahrzehntelange Anlagen-Lebensdauer ohne Ausfälle und Austausch.
1977
Bereits seit den 1960er Jahren ist Baelz in Frankreich aktiv, nun wird eine eigene Firma gegründet: Die Baelz Automatic SARL in Garges-lès-Gonesse bei Paris.
1978
Nachwuchs fördern. 1978 wurde durch Helmut Bälz an der Technischen Fachhochschule Berlin im Studiengang Versorgungs- und Energietechnik die Baelz-Stiftung für das Fachgebiet Regelungstechnik errichtet. Mittlerweile sind weitere Fachhochschulen in die Arbeit der Baelz-Stiftung einbezogen worden, sodass ein stabiles Netzwerk aller Fachhochschulen in Deutschland entstand, an denen Versorgungstechnik gelehrt wird. Heute führt Prof. Dr. Uwe Bälz die Arbeit seines Vaters in der Baelz-Stiftung fort.
1984
Auf in den Weltraum! Baelz steigt nicht in die Raumfahrt ein, sondern wählt dieses Motiv um Technologie der geregelten Strahlpumpe noch mehr publik zu machen: Strömungsenergie erhalten, Material einsparen, Energie sparen. Bis heute aktuell.
1992
Eine Kiste mit Bauteilen schicken, die dann zusammengesetzt werden? Das muss doch anders gehen! Baelz baut die ersten Dampf-Kompaktstationen: Hinstellen, anschließen, fertig! Heute sind das unsere Steam Terminals®, die weltweit im Einsatz sind.
1993
Die Tochtergesellschaft Baelz GmbH in Wien wird gegründet - somit ist die lokale Betreuung der Kunden in Österreich gewährleistet.
1999
Wärmeübertrager wurden durch Baelz schon seit den 1950er Jahren mit Partnern weiterentwickelt. Nun kann einer dieser Partner übernommen werden: Die BS Nova GmbH in Siegen entsteht, Baelz hat so einen eigenen Apparatebau.
2008
Olympia in Beijing - und Gründung der Baelz Heat Automation Equipments Co. Ltd., zum Vertrieb und Service der Baelz Produkte und Verfahren. In vielen weiteren Ländern der Welt hat Baelz Partner zum Dienste der Kunden.
2014
Was Baelz nie ändert: Innovativ zu sein! Daher erfolgt hier der Einsteig in die Kältetechnik durch die Fertigung von Absorptionskältemaschinen, die aus Wärme Kälte machen. Eine ideale Ergänzung für das Energiespar-Programm von Baelz!
2022
Ein zweiter Standort für die französische Tochtergesellschaft - in Caudry im Nordosten Frankreichs wird eine moderne Fertigung für Kompaktstationen eingerichtet.
