Im nächsten Jahr gibt es Baelz seit 125 Jahren! Auf dieser Webseite möchten wir schon jetzt Elemente aus dieser langen Geschichte nach und nach sammeln: Große Schritte und kleine Geschichten, Fundsachen aus dem Baelz-Archiv, viel Technik, aber auch manch Persönliches. Dazu kommen Informationen zu aktuellen Aktionen im Jubiläumsjahr.

Schreiben Sie mit! Senden Sie uns an marketing@baelz.de was Sie mit Baelz verbindet, Ihre Erfahrungen, ein historisches Foto oder was Sie erzählen möchten. Wir freuen uns auf Ihre Beiträge!

Die Grundsätze, die Baelz schon immer ausgemacht haben, werden auch in Zukunft bestehen: Innovativ. Nachhaltig. Familiär!

1896

Familiär.

Gründer Wilhelm Bälz. Wie sein Vater wurde auch Wilhelm Bälz (1863 - 1945) Kupferschmiedemeister. Bald erkannte er, dass die im Aufschwung befindliche Industrie Bedarf hat an Lösungen für Wärmetechnik. Aus Bietigheim stammend, gründet er in Düren bei Köln die W. Bälz & Cie. Er plant und baut Dampf- und Kondensatanlagen und entwickelt schon damals Verfahren zur Abdampfverwertung. Von Düren aus beliefert Wilhelm Bälz die ganze Industrie in Deutschland.

1930

Innovativ.

Rechnung per Postkarte. Wilhelm Bälz ist Partner der vielen Unternehmen im Heilbronner Industriegebiet. Abgerechnet wird per Postkarte, auf der sogar noch Platz ist für einen Werbeaufkleber: „Haben Sie defekte Manometer?“. Angeboten wird das „Fabrikat Schäffer & Budenberg, Magdeburg“. Nicht ohne Grund: Dort ist der Sohn Helmut Bälz (1910 - 1994) in der technischen Ausbildung. Übrigens ist bis heute ein Ableger dieser Firma der Baelz-Partner in den Niederlanden.

1945

Innovativ. Nachhaltig. Familär.

Stunde Null und eine Urkunde. Der verbrecherische Zweite Weltkrieg hat auch das Unternehmen Baelz unmittelbar im Griff: Beim verheerenden Luftangriff auf Heilbronn am 4.12.1944 werden auch die Firmengebäude der W. Bälz & Sohn total zerstört. Kurz vor Kriegsende wird Helmut Bälz eingezogen und gerät in amerikanische Gefangenschaft. Am 24.12.1945, kurz vor seiner Entlassung aus der Kriegsgefangeschaft, erhält er eine Urkunde als „Anerkennung für besondere Leistung in Heizungsbau“ – er hatte die amerikanischen Streitkräfte erfolgreich bei der Beheizung der Unterkünfte beraten.

1956

Innovativ. Nachhaltig.

Bedarfsgerecht heizen. Entweder zu heiß oder zu kalt: Heizungstechnik in den 1950er Jahren funktioniert nach dem Prinzip „ganz oder gar nicht“: Diese Verschwendung stört Helmut Bälz und er erfindet den weltweit ersten außentemperaturabhängigen Heizungsregler Wetterpilot, bald auch mit Nachtabsenkung. Viele weitere Neuentwicklungen in der Regeltechnik folgen, ebenso für industrielle Regler. Auch hier entsteht eine langjährige Partnerschaft in der Herstellung: Firma Hoerner in Eberstadt baut die Geräte, die europaweit in Einsatz gehen.

1983

Innovativ. Nachhaltig.

Auf in den Weltraum! Baelz steigt nicht in die Raumfahrt ein, sondern wählt dieses Motiv um die Anfang der 1970er Jahre entwickelte Technologie der geregelten Strahlpumpe noch mehr publik zu machen: Strömungsenergie erhalten, Material einsparen, Energie sparen. Bis heute aktuell.

1914

Innovativ. Nachhaltig.

Zurück in die alte Heimat: Heilbronn. Schon damals eine aktive Kommune bietet Heilbronn dem Dampf-Fachmann Wilhelm Bälz die Ansiedelung auf ehemaligem Weideland am Neckar an. Es entsteht ein neues Industriegebiet, Bälz kauft in der Koepffstraße 5 ein Grundstück und gründet die W. Bälz & Sohn GmbH & Co. – auf diesem Foto von 1923 unten rechts. Er betreibt zusätzlich zu Handel und Anlagenplanung sowie -ausführung eine „Beratungsstelle für Wärmeverwertung“, ist also schon damals aktiv für Nachhaltigkeit.

1940

Familiär.

Gründersohn Helmut Bälz. Gerade 30 Jahre alt geworden, schreibt Helmut Bälz, jüngster Sohn von Wilhelm Bälz, am 12.7.1940 auf seiner ‚hermes baby‘ eine Auftragsbestätigung an Firma L. Brüggemann KG, Alkoholfabrik, ebenfalls bis heute im Industriegebiet Heilbronn ansässig. Helmut Bälz ist in den 1930er Jahren nach Lehrjahren außerhalb in das Unternehmen eingetreten und lernt von seinem Vater, sowohl kaufmännisch als auch technisch.

1952

Innovativ. Nachhaltig.

Das erste eigene Baelz-Produkt. Helmut Bälz erkennt die Bedürfnisse der Nachkriegs-Industrie nach Automation und gleichmäßiger Produktgüte und entwickelt den Stabausdehnungs-Thermostat. Er will aber weiter nah am Kunden bleiben, Lösungen bieten und nicht selbst herstellen. In Christian Bürkert, Ingelfingen, findet er einen Partner für die Produktion. Damit legt Helmut Bälz den Grundstein für das, was heute ‚verlängerte Werkbank‘ heißt.

1960

Innovativ. Nachhaltig.

Fernwärme fürs Badewasser: Eine der ersten von heute tausenden Anlagen: Im neu errichteten Südbad Dortmund werden Baelz-Wärmeübertrager mit Regelung nach Baelz-thermodynamic® eingebaut. Materialschonende Betriebsweise und höchste Qualität sorgen für jahrzehntelange Anlagen-Lebensdauer ohne Ausfälle und Austausch.