FAQs

1. Gibt es nur einen Anbieter für Strahlpumpen auf dem europäischen Markt?

Es gibt mindestens 7 Anbieter. Baelz hat die Wasserstrahlpumpe jedoch als erster bis zur Marktreife gebracht.

2. Die Strahlpumpentechnologie bedarf eines sehr großen Differenzdrucks – wird damit die Hauptpumpe sehr teuer?

Bei einem Beimischfaktor von u = 0,1 gilt: Hmax / hmin  2; d.h. der anstehende Differenzdruck muss 2 x so groß sein wie der maximale Anlagenwiderstand. Bei gleicher Gesamtwassermenge der Anlage wird die Hauptpumpe erfahrungsgemäß etwa 4 – 8 mWS größer sein. Hierdurch erhöht sich der Preis für die Vergrößerung der Hauptpumpe um etwa 10 % im Durchschnitt; dafür entfallen alle Sekundärpumpen. Die notwendige Mehrleistung hat fast jede Pumpe als Reserve, sodass die für eine konventionelle Lösung vorgesehene Pumpe beibehalten werden kann.

3. Dürfen Strahlpumpen mit konventionellen Schaltungen gemischt eingesetzt werden?

Anlagen können mit Strahlpumpen und gleichzeitig mit dem konventionellen System, d.h. Umwälzpumpe mit Regelventil, betrieben werden.

4. Sind Strahlpumpen schmutzempfindlicher als Regelventile?

Nein, wir empfehlen nur grundsätzlich einen Schmutzfänger vor jeder Strahlpumpe vorzusehen. Jedes Regelventil benötigt einen Schmutzfänger; die Strahlpumpe ist nicht empfindlicher. Es genügt auch ein zentraler Schmutzfänger vor dem Verteiler. Ein Schmutzfänger im Rücklauf macht bei Einsatz von Strahlpumpen keinen Sinn.

5. Besteht mit Strahlpumpen eine erhöhte Einfriergefahr bei Frost?

Mit Strahlpumpen wird die Einfriergefahr bei Frost nicht erhöht. Im Teillastbetrieb (ca. 0 °C Außentemperatur) wird mit ca. 60 – 75 % Wassermenge gefahren. Wie bei der konventionellen Technik sollte auch bei Strahlpumpen die bekannte Anfahrschaltung vorgesehen werden. Dazu empfehlen wir einen wasserseitigen Rücklauffühler direkt nach Register vorzusehen.

6. Treten mehr Geräusche mit Thermostatventilen auf?

Ganz im Gegenteil. Hier hilft genau eine der Stärken der Strahlpumpentechnik: die mengenvariable Regelung im Teillastbetrieb. Die Strahlpumpenschaltung ist „leiser“ als eine vergleichbare konventionelle mit drehzahlgeregelten Pumpen. Mit Strahlpumpen in Verbindung mit Thermostatventilen sind mögliche Geräusche an den Thermostatventilen so gut wie ausgeschlossen.

7. Gibt es beim Einsatz von Strahlpumpen einen erhöhten Aufwand für die Inbetriebnahme im Vergleich zu konventioneller Schaltung?

Ein erhöhter Aufwand existiert nicht. Die Inbetriebnahme erfolgt ganz normal bei Volllast. Die Anlagenwassermenge ist die gleiche wie bei konventionellem Aufbau. Wir weisen jedoch darauf hin, dass eine fachgerechte Inbetriebnahme durch einen Bälz Kundendiensttechniker unabdingbare Grundlage für Funktionsgarantie und Gewährleistung ist.

8. Klappt die Ansteuerung der Strahlpumpe nur mit Dreipunktschrittausgang?

Nein, alle Reglungsfirmen haben bereits Strahlpumpen eingesetzt. Die Ansteuerung kann erfolgen: - stetig (0 – 10 V oder 0/4 - 20 mA) oder - Dreipunktschrittausgang...

9. Kann die Strahlpumpe nur in bestimmten Einbaulagen betrieben werden?

Nein, Strahlpumpen können - hydraulisch gesehen – in allen Richtungen eingebaut werden, d.h. Diffusor nach oben, seitlich oder nach unten (hier eventuell Tropfwasser beachten).

10. Gibt es vermehrt Geräusche an den Strahlpumpen?

Auch bei sehr hohen Differenzdrücken an der Strahlpumpe treten keine Geräusche auf.

11. Führt der Einsatz von Strahlpumpen dazu, dass die tieferliegenden Verbraucher nicht ausreichend mit Wärme versorgt werden?

Wenn überhaupt, ist dies ist kein Problem der Strahlpumpe. Bei Vorliegen sowohl von tieferliegenden als auch von höher liegenden Verbrauchern müssen entsprechende Drosselventile im Steigstrang vorgesehen werden. Alternativ können auch die tieferliegenden Heizkörper über einen Siphon angefahren werden.

12. Ist die Regelgenauigkeit besser als bei Ventilen?

Ja, gerade mit der Strahlpumpe kann viel exakter geregelt werden (z.B. die Temperatur). Dies gilt auch im unteren Stellbereich, bei 0 bis ca. 5 % Hub macht ein Regelventil nur AUF / ZU – die Strahlpumpe aber regelt aus. Die Strahlpumpe hat eine viel höhere Ventilautorität, da der Druckabfall mit auf den Sekundärkreis ausgeweitet wird und nicht komplett im Regelglied abgebaut werden muss.

13. Ist die Strahlpumpe sehr vordruckempfindlich?

Nein, gerade hier liegt einer der großen Vorteile von Strahlpumpen. Die Druckverhältnisse können wesentlich weiter von der Auslegung abweichen, da die Teillast-Regelung viel präziser ist. Unabhängig vom Vordruck müssen gerade bei Einsatz von Ventilen in größeren Anlagen – mit schwankendem Vor- / Differenzdruck – sogenannte Differenzdruckregler vorgesehen werden. Die Strahlpumpe stellt hier keine zusätzlichen Anforderungen.

14. Ist bei voll geöffneter Strahlpumpe eine hohe Beimischung bis zu 10 °C notwendig?

Bälz Strahlpumpen arbeiten auch mit kleiner Beimischung. Je nach Kundenwunsch und Auslegung kann bei vollgeöffneter Stellung die Absenkung weniger als 1K unter der Vorlauftemperatur bleiben (z.B. 90 °C in die Strahlpumpe, 89 °C aus der Strahlpumpe in die Anlage; bei 30 °C Temperaturdifferenz dann 59 °C Anlagenrücklauf).

15. Besteht nicht Kavitationsgefahr in der Strahlpumpe?

Es herrscht kein Unterdruck! Bälz Strahlpumpen sind nicht als Vakuumstrahlpumpen ausgelegt und daher im Betriebspunkt weit vom Kavitationsbereich entfernt, außer der netzseitige Rücklaufdruck ist unverhältnismäßig niedrig und niedriger als das Saugniveau der Strahlpumpe. Kavitation ist kein generelles Strahlpumpenproblem.

16. Ist der Einsatz der Strahlpumpentechnologie nur in Lüftungsanlagen, oder nur in Heizungsanlagen möglich?

Die Strahlpumpen werden überall gleichermaßen eingesetzt, in der Fernheizung wie auch in der Heizungs- / Lüftungs- Klimatechnik; aber auch in der Kältetechnik. Alle flüssigen und dampfförmigen Medien können geregelt werden.

17. Tritt im Teillastbereich eine ungleichmäßige Verteilung auf die einzelnen Verbraucher auf – da geringere Wassermengen umgewälzt werden?

Bei gut abgeglichenen Anlagen wird eine gleichmäßige Verteilung der Wassermengen gewährleistet. Das gleiche gilt auch bei Einsatz von Regelventilen und drehzahlgeregelten Umwälzpumpen. Die Strahlpumpe stellt hier keine besonderen Anforderungen.

18. Reißt der Treibstrahl in der Strahlpumpe im Teillastbetrieb ab und ist sie daher nur beschränkt einsetzbar (z.B. nur bis 30% Mindestfördermenge)?

Der Treibstrahl kann prinzipiell nicht abreißen – eine Ansaugung ist von 0 – 100 % Hub sichergestellt. Bälz berät Sie gerne auch für spezielle Anwendungsfragen im Teillastbereich.

19. Ist eine sorgfältigere Auslegung der Strahlpumpen erforderlich und damit ein erhöhter Planungsaufwand?

Anlagen werden üblicherweise bei maximaler Heizlast ausgelegt. Die technischen Betriebsdaten müssen in beiden Fällen (Strahlpumpe oder konventionell) bekannt sein z.B. Leistung, Druckverluste, Temperaturspreizung. Wir sind sogar der Ansicht, dass die Auslegung der Strahlpumpe einfacher und sicherer ist: Konventionell müssen 2 Baugruppen (Ventil und Umwälzpumpe) dimensioniert werden. Die Strahlpumpe muss also nicht sorgfältiger ausgewählt werden, sondern nur genauso gewissenhaft.

20. Sind Strahlpumpen Umsatz- und Honorarschädigend?

Strahlpumpen stellen ein nachvollziehbares Einsparpotential für Investitions- und Betriebskosten dar. Der projektbezogene Honoraranteil mag damit sinken, jedoch sind zufriedene Kunden die beste Werbung in eigener Sache. Gerade seriöse Planer sollten daher den Kunden auf die Möglichkeit hinweisen, dass mit Strahlpumpen Geld gespart werden kann. Dieses kann dann schon in neuen Projekten verplant werden, was zu begehrten Folgeaufträgen führt. Gemeinsam können Bauherr, Planer und Hersteller durch die Strahlpumpentechnologie deutliche Vorteile auch für höhere Betriebssicherheit, geringere Stillstandzeiten für Wartung sowie verbesserte Regelgüte nutzen, um zusammen mehr zufriedene Kunden für diese Technologie zu gewinnen.